Tattoo und Piercing Sektion


Geschichte des Piercings

Das englische Wort "piercing" bedeutet auf deutsch "durchdringend" und bezeichnet damit Körperschmuck, der in einer bestimmten Form den Körper des Trägers durchdringt.

Piercings im eigentlichen Sinne, sind seit vielen tausend Jahren überall auf der Welt eingesetzt worden und hatten in jeder Kultur und auf jedem Kontinent unterschiedliche Bedeutungen ähnlich wie bei Tattoos.

- in Südamerika hatten die Inkas und Azteken hölzerne Ohrpflöcke als Zeichen eines hohen sozialen Status innerhalb des Stammes
- in Ägypter diente beispielsweise ein Bauchnabelring als Erkennungsmerkmal für Adeligkeit
- die Centurios aus dem alten römischen Reich trugen oft Brustwarzenringe als Ausdruck für Mut und besondere Männlichkeit
- die Eskimos durchstachen sich die Wangen mit Walfischknochenscheiben aus rituellen Gründen
- im Mittealter schmückten sich die Frauen der höheren Gesellschaft mit einem Brustwarzenring
- die Männer im Mittelalter trugen vereinzelt Ringe um den Penis, damit dieser enger am Körper anlag und somit in der hautengen Beinbekleidung sich nicht so abzeichnete. Aus dieser Zeit Stammt auch der Name des "Prinz Albert" Piercing, dies war der Angetraute der Königin Viktoria von England im 19. Jahrhundert

In vergangen Zeiten und anderen Kulturen wurden Piercing fast ausschließlich aus religiösen Gründen eingesetzt oder stellten einen gewissen Status in der Sozialhierarchie dar:
- für besonders informierte Personen verwendete man Ohrpiercings
- das Mitspracherecht wurde mit einem Stecker am Mund verdeutlicht
- Nasenschmuck zeigte, dass der Träger ein sicheres Gespür hatte
Die Menschen glaubten auch immer, dass ein Piercing das Eindringen von bösartigen Geistern in den Körper schützt und die Seele beim Tod im Körper verweilt


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