Die weltweite Drogenpolitik im Kampf gegen die Verbreitung hat absolut kläglich versagt und das weltweit!

Milliarden werden im Kampf gegen den Konsum ausgegeben und doch ist er in allen Ländern und Gesellschaftsschichten Realität. Kriminellen Organisationen werden somit schier grenzenlos finanzielle Mittel zugeschustert, denn meist werden nur kleine „Straßendealer“ bestraft, die auch gleich durch neue ersetzt werden. Nachdem Länder wie die USA 2016 in acht Bundesstaaten Cannabis legalisiert hatten, Portugal die Drogenpolitik lockerte in den letzten Jahren und unsere niederländischen Nachbarn schon lange für ihren offenen Umgang mit Cannabis und weiteren Substanzen bekannt sind – wird es Zeit für Deutschland. 2018 möchte sich auch Hessen in eine liberale Gesellschaft einreihen und die Aufklärung fördern.

In Anlehnung an den „Frankfurter Weg in der Drogenpolitik“ gilt Frankfurt schon seit den 90iger Jahren als Vorreiter und als Vorzeigeprojekt im In- und Ausland. Damals hatte der Konsum von harten Drogen wie Heroin die Stadt überschwemmt und somit eine traurige Berühmtheit erlangt. Prävention, Hilfe und Aufklärung standen und stehen heute noch im Fokus – Fixerstuben und Methadon Programme helfen heute noch gegen HiV, die Sucht und Kriminalisierung.

Mit dem Modell des Drug-Checking für Partydrogen wie XTC (MDMA), Speed oder Kokain könnte die Mainmetropole wieder wegweisend sein. Die schwarz-grüne Koalition in Hessen hat ein bundesweit einmaliges Modellprojekt für Drogen-Konsumenten geplant. Hier sollen „User“ ihre Rauschmittel auf gefährliche Inhaltsstoffe testen können.

Ecstasy-Pillen werden nicht unter strikten Reinheitsbedingungen wie Medikamente hergestellt und zusammen mit dem Wirkstoff MDMA sind auch immer andere chemische Mittel beigemischt. Bei Speed oder Kokain verhält es sich ähnlich, denn auch hier werden weitere Substanzen hinzugefügt um das Gewicht zu „strecken“. Keiner außer dem Produzenten weiß was genau enthalten ist. Somit ist das Wissen für den Konsumenten oder die Drogenhilfe besonders wertvoll, denn diese Inhaltsstoffe können durchaus gefährlich sein.

Noch sind rechtliche Hürden ein Problem und die Tests illegal, da der Besitz von Drogen strafbar ist, jedoch der Konsum straffrei. Die Grünen sind die treibende Kraft und sie gehen davon aus, dass dieser Versuch 2018 in Frankfurt und einer weiteren hessischen Großstadt starten kann.

In der Schweiz und Österreich wird ein Drug-Check schon seit vielen Jahren angeboten inklusive Beratungsgesprächen, somit ist der direkte Draht auf einer Party gegeben und es kann zielgerichtet informiert werden, was bei Überdosierung getan werden kann oder gar wie man „clean“ werden kann mit Adressen für professionelle Hilfe. In der Schweiz ist durch die Beratung der Konsum gesunken und es werden auch Therapie Angebote vermittelt.

Somit könnte Frankfurt sogar noch vor Berlin ein Zeichen setzen für „Saver-Use“ und einen bedeutenden Schritt zum sicheren Umgang im Drogenkonsum werden. Im Zusammenhang mit dem Drogentest der „illegalen“ Substanzen soll ein Informationsgespräch geführt werden, so sieht es der Vorschlag der Grünen vor.

400.000 € sollen schon eingeplant sein im Haushalt für 2018, laut Informationen der „Frankfurter Rundschau“ ist das Ziel das Projekts, die Vermeidung von Gesundheitsschäden, zur wissenschaftlichen Analyse und Früherkennung von neuen Trends.

 


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